116 Jahre St. Bonifatius - Wunstorf

Willkommen in St. Bonifatius

 

Katholiken unterstützen die Tafel mit einem „zweiten Netz“

 

   In jeder katholischen Kirche im Neustädter Land steht seit Sonntag an der Osterkerze ein großer Kartoffelkorb. Ein Schild wirbt dabei mit dem Slogan „Kauf ein Pfund mehr!“  Die Besucher der Kirchen werden eingeladen für die bedürftigen Kunden der Tafel der Johannesgemeinde, die wegen des Abrissses des Gemeindehauses jetzt in St. Peter und Paul zu Gast ist, bei ihrem Einkauf auf verpackte Lebensmittel zuzugreifen, die für die Tafelkunden immer häufiger fehlen.

 

Besonders sind Milch und Wurst – oder Käseaufschnitte hier gefragt. Die Aktion ist ähnlich schon in Hildesheim gestartet. Dort unterstützen die Kirchen die örtliche Suppenküche vom Guten Hirten mit diesem Slogan: „Kauf ein Pfund mehr“

 

Die Kirche St. Peter und Paul am Bischof-Ketteler-Platz ist täglich von 8.-18.00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit kann das „Pfund mehr“ immer in den Korb gelegt werden und wird am Montag dann mit zur Ausgabe der Tafel genommen werden. Hiermit werden die bei den Supermärkten und Bäckereien abgeholten Waren, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, um solche Produkte ergänzt, die hier nur selten abgegeben werden.

 

Frau Ulla Paszkowski und Herr Jürgen Kassebeer stellten am Sonntag in allen Gottesdiensten die Arbeit der Tafel vor, die sich müht, die akute Armut in unserer Gesellschaft zu lindern und damit das Evangelium Wahrheit werden zu lassen, die gute Nachricht, dass niemand Hunger leiden soll.

 

 

Bibelgarten in Rehburg-Loccum feierte 5. Geburtstag

 

Der Bibelgarten an der katholischen St.-Marienkirche in Rehburg-Loccum feierte seinen fünften Geburtstag. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen am 15. Juni an einem Festgottesdienst neben dem Bibelgarten teil.

 

Pfarrer Andreas Körner stellte in seiner Predigt den biblischen Schöpfungsbericht und die sich daraus ergebende Verantwortung für uns Menschen in den Mittelpunkt. „Und es ist ein hoffnungsvolles Zeichen“, so Pfarrer Körner, „dass nunmehr bereits seit einiger Zeit insbesondere junge Menschen friedlich, aber deutlich vernehmbar regelmäßig auf die Straßen gehen, um von der Erwachsenengeneration mehr Verantwortung für die Schöpfung, für die Umwelt und für das Klima einzufordern. Es stimmt nachdenklich, dass wir Erwachsenen erst dieses Impulses durch die jungen Menschen bedurften, um uns diesem seit Jahrzehnten bekannten Problem nunmehr intensiver zuzuwenden“. Diese Gedanken griff dann unter dem Thema „Garten Gottes“ die Jugendmusikgruppe von St. Marien „Die Smilies“ unter Leitung von Nicola Hohn in ihrer Liedauswahl wieder auf bei der musikalischen Ausgestaltung des Festgottesdienstes.

 

In ihrer Begrüßung der Gäste ging Patrycia Czerny-Schumann vom Bibelgartenteam St. Marien noch einmal auf die Idee ein, einen Bibelgarten anzulegen: „Ein Bibelgarten ist eine andere Möglichkeit der Begegnung mit Gott und seiner Schöpfung. Der Bibelgarten ist ein Abbild der Schöpfung Gottes. Auch wir Menschen sind Bestandteil dieses Schöpfungsgartens. Ein Bibelgarten lädt ein, sich zu entspannen, zu reflektieren, zur Ruhe zu kommen, zu meditieren und sich anregen zu lassen. Er soll ein Ort der Rast und Besinnung sein. Der Bibelgarten soll bewusst machen, warum das Paradies – der Lebensraum, den Gott für die Menschen vorgesehen hat – ein Garten ist. Der Garten in der Bibel ist ein Bild für das Zusammenleben der Menschen in Frieden und im Einklang mit Gott, der Quelle allen Lebens.“ In einer szenischen Darstellung wurde dieser Schöpfungsgedanke von Kindern und Jugendlichen anhand der sechs Schöpfungstage eindrucksvoll nachgezeichnet.

 

„Und unser Bibelgarten ist ökumenisch“, so Czerny-Schumann, „weil es keinen katholischen oder evangelischen Bibelgarten gibt. Er wurde nicht nur von evangelischen und katholischen und auch einigen ohne konfessionelle Bindung gemeinsam angelegt, sondern so auch weiterhin gepflegt. Und was noch wichtiger ist: Er wird von Menschen ganz unterschiedlicher Konfessionen besucht. Das zeigen die über 30 Gruppen, die in den vergangenen fünf Jahren um eine Führung durch den Bibelgarten baten.“ Und vor diesem ökumenischen und weltoffenen Hintergrund konnten auch die Pastoren der evangelischen Schwesterngemeinden Münchehagen und Rehburg, Herr Dr. von Stemm und Herr Kalla, beim Bibelgartenjubiläum herzlich willkommen geheißen werden.

 

Der Bibelgarten bietet eine Auswahl aus den mehr als 120 im Alten und Neuen Testament erwähnten Pflanzen. Hinzu kommen Pflanzen aus der Tradition der Klostergärten, die früher vielfach als eine „Apotheke Gottes“ genutzt wurden. Auf Keramiktafeln sind die Bibelpflanzen mit deutschem Namen, mit (lateinischer) botanischer Bezeichnung und mit den Bibelfundstellen gekennzeichnet. Mitten durch den Bibelgarten führt ein „Fühlpfad“ aus unterschiedlichen Materialien. Barfuß begangen, können Besucher dabei eine Vielfalt an Sinneseindrücken erfahren. Mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher waren in den vergangenen fünf Jahren in dem Bibelgarten zu Gast. Ein kleiner Leitfaden und eine ausgelegte Bibel haben die Bibelgartengäste dabei begleitet und unterstützt, auf die Geschichten zu hören, die die Pflanzen in der Bibel zu erzählen haben. „Der Bibelgarten ist ganzjährig 24 Stunden geöffnet. Gemeinsam mit der täglich zwischen 09:00 und 18:00 Uhr „Offenen Kirche“ von St. Marien ist er eine Einladung an alle, sich inspirieren zu lassen, sich eine Pause zu gönnen“, so ein Vertreter des Bibelgartenteams. Zum Abschluss der Jubiläumsfeierfeier waren alle Gäste zu einem Bibelgartenbuffet eingeladen. Dank des sommerlichen Wetters konnte es im Freien aufgebaut werden. Der leckere Speisezettel war auf das Thema Bibel angelegt und fand großen Zuspruch.

 

Kontaktadresse für Gruppenführungen durch den Bibelgarten St. Marien in Rehburg-Loccum: Patrycia Czerny-Schumann, Telefon: 05037-96 97 79; Mail: pczsch@web.de